Die Magie des Schnees

Eine Geschichte über Liebe. Sie erzählt von einem Mann, der in ein fernes Land reist und dort die Liebe seines Lebens trifft. Jedoch bleibt ihre Liebe nicht von einer gewissen Dramatik verschont…

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Höredition:

 


 

Lasst mich euch eine kleine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über Aufopferung und wahrer Verbundenheit, kurz… über wahre Liebe…

Einst gab es einen jungen Mann. Dieser war nicht sehr glücklich über sein Leben. Er verfluchte den Tag, an dem er geboren wurde und verstand einfach nicht, wieso er überhaupt am Leben sei. Er hatte nichts wofür es sich zu leben lohnt und war der Meinung, dass er anders, als alle Anderen und deshalb immer sehr einsam war. Auch seine Familienverhältnisse waren alles andere als gut. So starb seine Mutter recht jung und mit seinem Vater verstand er sich nicht gut. Dieser kümmerte sich nie wirklich um ihn und war auch nie wirklich für ihn da, wenn er ihn mal gebraucht hätte. Mit seinen Brüdern war das Verhältnis nicht viel besser und er geriet oft mit ihnen aneinander.  Dazu war er einfach allgemein unglücklich in dem Land, in welchem er lebte. Und so beschloss er eines Tages in den fernen Osten zu reisen, um dort sein Glück zu versuchen. Dort angekommen erfüllte ihm der Anblick, welcher sich ihm offenbarte, bereits mit großer Fröhlichkeit, denn es war zu dieser Zeit Winter und vor ihm tat sich ein weißes Märchenland auf. Überall um ihn herum war Schnee, soweit das Auge reicht, der dazu auch noch ziemlich hoch lag. Von sich Zuhause kannte er dieses Bild nicht, weil es dort keine richtigen Winter gab. Falls Schnee fiel, dann meist nur für weniger als eine Handvoll Tage, welcher ebenfalls genauso schnell wieder verschwand, wie er gekommen war. Und dabei liebte der junge Mann Schnee über alles! So wurden seine Augen ganz groß, füllten sich mit Fröhlichkeit und funkelten, wie die Augen eines kleinen Kindes, welches sich in einem Süßigkeiten Laden befindet. Sofort rannte der junge Mann los, stampfte durch den tiefen Schnee und ließ seine Hand durch den Schnee gleiten. Mit beiden Händen schnappte er sich einen kleinen Haufen Schnee und warf ihn über sich, nach oben hoch in die Luft und ließ diesen auf sich herabschneien. Dass er als erwachsener Mann in der Öffentlichkeit mit dem Schnee spielte, wie es sonst nur kleine Kinder tun, und deshalb schon seltsam angestarrt wurde, war ihm in diesem Moment völlig egal. Er fühlte sich einfach nur richtig gut endlich richtigen Schnee vor sich liegen zu haben. So spielte er weiter im Schnee, warf den Schnee herum, schoss den Schnee durch die Gegend und grinste dabei bis über beide Ohren…

Plötzlich kam ein Schneeball auf ihn zu geflogen und traf ihn direkt am Kopf. Er schwankte kurz, bis er sein Gleichgewicht wieder zurück erlangte, da er damit überhaupt nicht gerechnet hat und schnappte sich direkt ein wenig Schnee, formte es zu einem kleinen runden Ball, blickte dann erst dorthin, wo der Schneeball herangeflogen kam und sah dort ein junges Mädchen stehen. Mit schwarzen langen Haaren, eingehüllt in einem weißen langen Wintermantel, wo sie noch einen weißen Schal drüber trug und dazu noch dunkle Augen, die ihr Gesicht zierten.  Diese Frau war eindeutig asiatischer Abstammung und lächelte den jungen Mann leicht frech an. Schwupps! Schon landete ein Schneeball in ihrem Gesicht! Nachdem sie sich, den Schnee aus dem Gesicht gewischt hat, formte sie sich einen weiteren Schneeball und warf diesen wieder zurück auf den Mann. So ging es eine ganze Weile hin und her. Beide veranstalteten eine gewaltige Schneeballschlacht und lachten viel dabei. Sie hatten sichtlich ihren Spaß, was auch die Menschen, die an ihnen neugierig vorbeiliefen erkannten und daraufhin zu lächeln begannen. Nach einer Weile, als die Frau erneut einen Schneeball geformt hatte, wagte sich der Mann näher an sie ran, schoss  den Schnee hoch ins Gesicht der Frau und sorgte so für eine Art Sprühregen in Schneeform. Als die Frau ihr Gesicht daraufhin kurz abwendete, griff der Mann ihren Arm, in dem sie den Schneeball hielt und versuchte sie so vom Werfen abzuhalten. Beide kämpften so ein wenig um diesen Schneeball, bis sie plötzlich ausrutschten und zu Boden fielen. Die Frau sah nun jedoch ihre Chance gekommen und setzte sich sofort auf den Mann und grinste ihn frech an, wohlwissend, dass er nun in der Falle saß. Sie griff den Schnee, formte zwei neue Schneebälle, nahm in jede Hand einen und wollte ihn nun kräftig einseifen! Doch der Mann setzte zu einer kleinen List an, saß sich ruckartig auf und legte seine Arme um die Frau, umarmte sie so und zog sie mit sich nach unten zum Boden, so dass sie die Schneebälle aus den Händen verlor. Als sie ihren Kopf wieder ein Stückchen hob, passierte es… Ihre Blicke trafen sich und der Mann spürte ein Gefühl, welches er noch niemals zuvor gefühlt hat, als er sich in ihren dunklen Augen zu verlieren schien. Beide blickten sich so für eine gefühlte Ewigkeit tief in die Augen, während die Hand des Mannes sich, wie automatisiert, zum Gesicht der jungen Frau bewegte und zärtlich über ihre rechte Wange strich. Da geschah es und ihre Lippen trafen sich zu einem Kuss. Kurz darauf sprangen beide schüchtern auseinander und wussten nicht so recht, mit der Situation umzugehen. Die Frau begann sich wegzudrehen und wollte gerade los laufen, als er ihren rechten Arm ergriff. „Es tut mir Leid! Doch ich bitte dich, nenne mir zumindest noch deinen Namen, bevor du gehst und wir uns wohl nie mehr wiedersehen, damit ich mich für den Rest meines Lebens, an dich namentlich erinnern kann! Denn ich glaube, ich habe mich gerade in dich verliebt!“  Daraufhin erschrak die Frau sehr überrascht, antwortete jedoch noch  verlegen: „Yu…Yukiko…“  Daraufhin bedanke  er sich und ließ ihren Arm wieder los und sprach zu ihr: „Ich werde dich niemals vergessen… Yukiko!“ Währenddessen ging er einige Schritte zurück, um sie nicht noch weiter zu bedrängen. Er war sich sicher, dass er sie aufgrund des Kusses und der plötzliche Worte für immer verjagt hätte und sie ihn nie mehr wiedersehen will. Dieser Gedanke stimmte ihn zwar traurig, doch war er auch dankbar, diesen kurzen Augenblick, von nun an, für immer in seinem Herzen tragen zu können… Im nächsten Augenblick jedoch, drehte Yukiko sich um, begann plötzlich auf den Mann zuzurennen und sprang ihm direkt in die Arme und presste ihre Lippen auf seine. Er verstand nicht was da gerade passierte, doch er erwiderte den Kuss und legte seine Arme um den schlanken Körper der jungen Frau. Wieder spürte er dieses kräftige, ihn durchdringende, Gefühl, welches er noch nie zuvor erlebt hatte. Zuvor hatte er sich zwar schon ein paar Mal verliebt und auch Beziehungen gehabt, jedoch war dieses Gefühl diesmal irgendwie… anders. In der Vergangenheit umringten ihm stets Zweifel… das Gefühl, dass sie nicht zusammenpassen würden, weil er einfach… anders sei… und etwas schwierig in einer Beziehung ist. Doch diesmal… war alles anders… Keinerlei Zweifel spürte er in sich aufkeimen, stattdessen fühlte er sich, als hätte er sie endlich gefunden… Den Grund warum er noch immer am Leben sei und all die Jahre nicht sterben konnte. Gerade als ihm diese Gedanken durch den Kopf schossen, zog die Frau ihren Kopf ein kleines Stück zurück, blickte ihm tief in die Augen und sprach: „Endlich… endlich habe ich dich gefunden.“ und schenkte ihm das wärmste und schönste Lächeln, welches er jemals in seinem Leben gesehen hat…

Kurze Zeit später nahm Yukiko den Mann mit zu sich nach Hause, um ihn ihren Eltern vorzustellen. Diese empfingen ihn sehr herzlich und luden ihn sogar zum Essen ein. Als ihr Vater zu fragen begann, wie er denn zu seiner geliebten Tochter stünde, antwortete der Mann ehrlich und direkt: „Ich hab mich auf den ersten Blick in Yukiko verliebt!“ Daraufhin blickte der Vater ihm ernst an: „Liebe, huh?“, dann stand er auf und sprach weiter: „Folge mir! Und beweise mir die Aufrichtigkeit deiner Worte!“ Der Mann verstand nicht, was ihr Vater nun vor hat, stand jedoch, wie verlangt, auf und folgte ihm. Yukikos Vater brachte ihm in sein Dojo, da er sich in der Kunst des Kendos, seit vielen Jahren, übte. So sollte der Mann ihm in einem Kampf bezwingen, um ihn von seiner Liebe zu des Vaters Tochter zu überzeugen. Yukiko schaute, zusammen mit ihrer Mutter, besorgt zu und wollte ihren Vater diese Idee ausreden, doch der Mann zögerte nicht lange und ergriff eines der Bambusschwerter und akzeptierte die Herausforderung. Der Mann beginn zu fragen: „Ich kenne mich leider nicht mit Kendo aus. Wie sind die Regeln?“ Der Vater verzog ein kleines siegessichere Lächeln und antwortete: „In unserem Kampf gibt es keine. Versuche alles was notwendig ist um mich zu besiegen oder ich werde dich niemals akzeptieren!“ Daraufhin machten sich beide zum Kampf bereit und der Vater begann mit einem direkten Hieb, welchen der Mann abblocken konnte. Jedoch folgt direkt der nächste Hieb, welchen der Mann erneut abblocken konnte, auch wenn er Schwierigkeiten hatte, da in den Hieben eine Menge Kraft steckte. Und so begann der Schlagabtausch. Nach einer Weile blockte der Mann erneut einen Schlag ab. Diesmal jedoch führte er einen Block nach links aus, nutzte im selben Moment seinen rechten Fuß, riss diesen weit nach oben und trat gegen die Hände seines Gegenübers, um dessen Waffe in die Luft zu befördern! Im selben Moment, in dem dessen Hände nach oben glitten, nutzte der Mann die Chance und versuchte einen Treffer zu landen, doch der Vater konnte sein Bambusschwert weiter festhalten, einen Schritt nach hinten gehen und den Hieb in letzter Sekunde mit seiner Waffe abblocken! Der Mann gab jedoch nicht auf, drehte sich schnell zur anderen Seite und versucht von dieser Seite erneut einen Hieb, doch dieser wurde erneut abgeblockt. Anschließend versuchte er seinen Gegner mit einem überraschenden Hook Kick beizukommen, immerhin sei ja alles erlaubt, sagte der Vater, um ihm die Waffe zu entreißen, doch dieser wich rechtzeitig aus. Gerade als der Vater erneut einen gewaltigen Schlag von oben ausführen wollte, begann seine Tochter laut zu schreien: „Bitte hört doch endlich auf zu kämpfen!“ Sie konnte es einfach nicht mehr ertragen, wie die Beiden wegen ihr gegeneinander kämpften. Als der Mann die Bitte seiner Angebeteten hörte, begann er sogleich seine Waffe zur Seite auf den Boden fallen zu lassen, während er sich im selben Moment auf die Knie fallen ließ und die Augen schloss, um den Schlag seines Gegenübers einzustecken… Im letzten Moment bremste dieser jedoch ab, als er dies sah und fragte dem knienden Mann: „Wieso legst du deine Waffe nieder? Du hast noch nicht gewonnen! Oder waren deine Worte etwa nichts weiter als heiße Luft?“ Der Mann antwortete daraufhin: „Ihre Tochter bedeutet mir mehr als alles andere auf dieser Welt. Ich werde niemals zulassen, dass ich etwas tue, was sie traurig machen würde. Deshalb lege ich mein Schwert nieder, da es ihr nur Kummer bereitet.“ Der Vater blickte ihn an, als wolle er die Aufrichtigkeit seiner Worte überprüfen, lässt seinen Blick dann kurz zu seiner Tochter hinüber schweifen, setzte erneut ein kleines siegessichere Lächeln auf und sprach: „Dann wirst du diesen Kampf wohl verlieren und niemals von mir akzeptiert werden!“ Er hob seine Waffe weit hoch in die Luft, holte weit damit aus und wollte gerade zuschlagen, als seine Tochter plötzlich herangelaufen kam und sich schützend vor dem Mann stellte! „Nein, stopp!!!“, begann sie zu schreien, während sie ängstlich ihre Augen schloss, aufgrund der auf sie heruntersausenden Waffe… Verwundert öffnete sie ihre Augen wieder. Sie blickte hoch und sah, wie der Mann das Bambusschwert mit seiner linken Hand abgefangen hat! „Ich werde niemals zulassen, dass Yukiko von irgendjemanden auch nur ein Haar gekrümmt wird!!!“, beginnt dieser sogleich laut zu schreien. Der Vater begann breit zu grinsen, zog seine Waffe zurück und streckte seinem Gegenüber die Hand aus. „Genau das ist es was ich sehen wollte! Ich höre die Aufrichtigkeit in deinen Worten und spüre dein Verlangen meine Tochter wahrlich zu beschützen und vor jeglichem Kummer stets zu bewahren. Nun gut, ich akzeptiere dich! Herzlich Willkommen in der Familie, Sohn!“, sprach er sehr zufrieden zum jungen Mann, welcher, aufgrund dieser Worte,  ganz überrascht war. Er blickte kurz zu seiner angebeteten Frau, welche seinen Blick erwiderte, um kurz daraufhin die ausgestreckte Hand zu ergreifen und den Vater lächelnd zu antworten: „Vielen Dank!“

So stand deren Beziehung von nun an nichts mehr im Wege und sie genossen ihre Zweisamkeit. Sie waren sehr glücklich und verbrachten jeden Tag fröhlich lachend zusammen. Es schien, als ob ihre Herzen sich die ganze Zeit über gesucht und nun endlich gefunden hätten. Ihr gemeinsames Leben hätte einfach nicht besser sein können! Auch mit ihrem Vater hat der Mann sich kurz darauf bereits sehr gut angefreundet und lernte bei ihm sogar die Kunst des Kendos. Doch Glückseligkeit währt niemals ewig und so geschah es dann… das große Unglück…

Eines Tages ereilte Yukikos Familie die tragische verhängnisvolle Nachricht. So wurde ihre Tochter Teil eines schweren Unfalls! Ein Auto war es, welches Yukiko traf! Alle Drei rasten so schnell sie konnten zum Krankenhaus, um nach ihr zu sehen, jedoch… war jegliche Hoffnung vergebens… Sie erlag ihren Verletzungen und starb… Große Verzweiflung breitete sich bei den Drei Verbliebenden aus. Ganz besonders hart traf es einen von Ihnen… und zwar dem jungen Mann, der sie so sehr liebte… „Wäre ich bloß bei ihr gewesen! Ich habe ihr doch versprochen sie stets vor jeglichem Leid zu bewahren!“, schrie der Mann sich gedanklich selbst an und machte sich schwere Vorwürfe.  Zuhause wieder angekommen, begann der Mann seine Zeit nur noch im Zimmer seiner Geliebten Yukiko zu verbringen. Er hörte auf zu essen und begann sogar eine Lebensgroße Stoffpuppe die Kleidung der Frau anzuziehen und so zu tun, als wäre Yukiko noch immer bei ihm. Er sprach mit ihr, als wäre sie real und hielt sie stets fest in den Armen. Diesen schweren Verlust konnte er einfach nicht verarbeiten. Yukikos Eltern wussten nicht, was sie tun sollten um ihm zu helfen. Sie wollten für ihn da sein und ihm Trost spenden, doch sie wussten einfach nicht wie…

Dann eines Tages, klingelte es an der Tür. An dieser stand ein traurig hereinblickender, zitternder Mann, mit einem Strauß Blumen in der Hand. Er begann sich zu entschuldigen… ein gutes Dutzend Mal. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann, derjenige gewesen ist, der das Auto gefahren hat, mit welchem Yukiko zusammenstieß. Die Kunde über Yukikos Versterben erreichte ihm und  es belastete ihn sehr. Dass er sich entschuldigen müsste, wusste er genau,  jedoch nicht wie er den verbliebenden gegenübertreten sollte. Von schlimmsten Beschimpfungen, bis hin zu Schlägen ins Gesicht, machte er sich auf alles gefasst… jedoch nichts von dem geschah… Die Eltern baten ihn sogar hinein und hörten ihn an. Sie wussten, dass es ein Unfall war und der Mann, durch das Wissen, Yukiko auf den Gewissen zu haben, schon gestraft genug war. Sie versuchten ihm sogar etwas zu trösten. Dann trat allerdings der junge trauernde Mann hervor… Er sah den fremden Mann und hörte, dass dieser für den Unfall verantwortlich war. Zorn und Wut begannen daraufhin in ihm aufzusteigen. Der Mann verlor alle seine Sinne und begann ihm anzuschreien. „DU! Wegen dir!… Ganz allein dir!… Du wirst dafür bezahlen!“ Mit diesen Worten ballte er seine Fäuste und ging Zähne knirschend, mit dem schrecklichsten Gesichtsausdruck, dem man sich bei einem Menschen auch nur vorstellen kann, auf ihn zu. Ihn umzubringen, sobald er den Mann in seine Finger bekommt, schien sein einziges Ziel zu sein. Der Vater bemerkte dies  und versuchte den Mann zu beruhigen, davon abzubringen, doch dieser schien ihm nicht einmal mehr zu erkennen und  versuchte weiter auf den sich entschuldigenden, und um Vergebung flehenden, Mann zuzugehen. Verzweifelt versuchte der Vater ihn festzuhalten, wurde jedoch Stück für Stück vom Mann mitgezogen. Seine Kraft schien in dem Moment grenzenlos zu sein. Voller Angst begann der mittelalte Herr, um dem wütenden Mann herumzulaufen und rannte die Treppe hinauf, da der Weg zur Ausgangstür zu gefährlich schien. Währenddessen konnte sich der Mann vom Vater losreißen und rannte ihm hinterher. Oben angekommen, entdeckte er sein Opfer ausgerechnet im Zimmer seiner geliebten Yukiko. „Du wagst es!? Erst nimmst du mir alles und nun besudelst du auch noch ihr Zimmer?!“ Kurz bevor er den zitternden Mann zu haben schien, kam der Vater herangelaufen und drückte ihm fest gegen die Wand, während er dem zitternden Mann zurief, dass er laufen soll. Dieser nahm sofort seine Beine in die Hand, während er sich noch immer ohne Pause zu entschuldigen schien. Der Vater lief anschließend schnell zur Tür und schloss sie ab, so dass der wütende Mann nicht mehr hinterherlaufen konnte „Geschafft…“, dachte der Vater sich, als er sich zum Mann zuwandte und ihm zurief: „Beruhige dich doch und komm wieder zu Sinnen!“ Doch der Mann schien ihm überhaupt nicht zu hören. Die verzweifelte Wut vernebelte seinen Verstand. Der Mann erblickte nun das Fenster, lief darauf zu und begann aus dem Fenster herauszuspringen! Am Boden konnte er sich abrollen und ging weiter zum Hauseingang, wo der zitternde Mann gerade aus der Tür herausgestürmt kam. Dem zitternden Man erblickend, stürmte er auf ihn los und schlug ihm seine Faust so fest ins Gesicht, wie er nur konnte! Der zitternde Mann fiel zu Boden und verlor sogar einige Zähne, die nun vor ihm, auf dem Boden, lagen. Anschließend blickte der Mann sich um und wurde von noch mehr Wut durchströmt, als er den Wagen sah, durch den dieser Unfall geschah. Schnurstracks ging er darauf zu, trat einige Male, mit ganzer Kraft, dagegen und begann das Fahrzeug mit beiden Händen zu ergreifen, als wolle er es umwerfen! Währenddessen kamen auch die Eltern aus der Eingangstür und sahen, wie der Mann, knallrot geworden, versuchte das Fahrzeug umzuwerfen und hörten, wie er dabei lautstark brüllte, als wäre er ein Dämon geworden. Zu der großen Überraschung von allen, gelang es dem Mann, nach einer Weile, sogar tatsächlich das Fahrzeug umzuwerfen! Jedoch blieb diese Tat nicht ohne Spuren zurück… Dem Mann sind aufgrund dessen mehrere Muskeln gerissen. Nicht nur in beiden Armen, sondern auch am restlichen Körper einige. Außerdem blieb er vom Sprung aus dem Fenster, ebenfalls nicht unverletzt. Immerhin war der Sprung mehrere Meter tief gewesen! Auch wenn er sich halbwegs gut abrollen konnte, so erlitt er dennoch einige Verletzungen, die er aufgrund seines Zornes jedoch nicht bemerkte und wahrscheinlich noch nicht einmal spürte. Doch nach dieser enormen Kraftaktion, fiel der Mann auf seine Knie. Er begann sich ein wenig zu beruhigen und die Tränen begannen, sein Gesicht, wie ein Wasserfall, zu überströmen. Der ängstliche Mann rappelte sich auf, bekam nun noch viel mehr Angst, nachdem er sah, wie sein Fahrzeug umgeworfen wurde und begann, so schnell ihm seine Beine tragen konnten, davonzulaufen. Die Eltern gingen auf den weinenden Mann zu und nahmen ihn in die Arme und versuchten ihn zu trösten. Sie verstanden, wie er sich fühlte, auch wenn sie nicht wussten, wie sie damit umgehen oder was sie dagegen tun sollten. Ihre Tochter war für den Mann sein einziger Lebenszweck. Sie war der Grund, warum er lebte. Sie war der einzige Sinn in seinem Leben. Und nun war sie für immer fort…

Eine Weile später, als es den Verletzungen des Mannes besser ging, entschied sich der Vater etwas zu tun. Er wusste nicht, ob es richtig sei, doch fiel ihm keine bessere Lösung ein. Er glaubte, dass es für den Mann nur schwerer werden würde, wenn er seine Zeit im Zimmer seiner geliebten Yukiko verbringen würde. Also fasste sich der Vater ein Herz und… warf den Mann raus! Dies schien sehr hart und drastisch zu sein, doch er hoffte, dass der Mann wieder zu Sinnen kommen würde, wenn ihn die harte Realität treffen würde. So verließ der Mann das Haus, doch bedankte er sich noch für alles und entschuldigte sich für all die Umstände. Dennoch war sein Gesicht emotionslos, als er das Elternhaus seiner geliebten Yukiko, verließ. Die Mutter gab ihm noch eine große Flasche zu trinken mit. Da der Mann nichts mehr essen wollte, seit Yukiko verstarb, jedoch noch ab und an immer mal was trank, begann sie ihm Flüssige Nahrung im Wasser hineinzumischen. Selbst die Geschmacksnerven des  Mannes schienen nicht mehr richtig zu funktionieren, seit er diesen Schock erlitt. Von nun an bezog der Mann sein Quartier draußen, auf einer Parkbank, in der Nähe des Friedhofes, wo seine geliebte Yukiko ruhte. Seine Arme waren noch immer nicht ganz verheilt, doch die Schmerzen waren ihm egal. Vielleicht spürte er sie sogar nicht einmal, da die Schmerzen in seiner Seele alles zu überschatten schienen. Täglich besuchte er das Grab seiner Angebeteten und sprach mit ihr, als wäre sie noch immer lebendig. Über alles Mögliche sprach er mit ihr und entschuldigte sich abermals. Anschließend setzte er sich wieder auf die Bank und blickte ins Leere, bis der nächste Tag anbrach. So ging es einige Tage, bis der Vater plötzlich vor ihm stand und begann zu ihm zu sprechen. „Willst du von nun an ewig hier Trübsal blasen? Was ist nur mit dir los! Glaubst du Yukiko wäre glücklich darüber, dich so zu…“ Bevor er den Satz zu Ende sprechen konnte, unterbrach der Mann ihm jedoch und begann laut zu brüllen: „Aber sie ist Tod! Sie ist fort und kommt niemals zurück!“ Der Vater wollte dem Mann unbedingt helfen, damit dieser sein Leben weiterführen kann, doch er wusste einfach nicht wie er dies vollbringen sollte und sprach: „Wenn du dich deiner Trauer feige hingeben willst und sie dich auffressen lässt, frage ich mich wieso du dich nicht gleich umbringst? Deinen Lebenswillen scheinst du ja ohnehin schon verloren zu haben!“ „… Du hast recht…“, begann der Mann zu antworten. „… wieso eigentlich nicht? … Ich danke dir! Du hast vollkommen recht!“, sprach der Mann weiter und begann aufzustehen. „Warte! Was hast du vor? … Du wirst doch nicht etwa… Nein warte! So war das doch gar nicht gemeint! Tu es nicht!“, rief der Vater ihm hinterher, als er sah, wie der Mann auf einen Fluss zuging. „Ich kann nicht schwimmen. Ertrinken wär also wohl der leichteste Weg… Lebt wohl…“, sprach der Mann noch leise zum Vater und begann ins Wasser zu springen! Seine Hände griff er hinter seinem Rücken zusammen, damit er nicht versehentlich begann sich doch noch hoch zu paddeln, genauso, wie er auch die Füße sicherheitshalber überkreuzte, damit er auch sicher untergehen würde. Als dem Mann die Luft ausging und er begann das Bewusstsein zu verlieren, kam der Vater herangeschwommen! Der Vater griff den Mann und zog ihm aus dem Wasser heraus und rettete ihm so das Leben. Daraufhin rief er sogleich einen Krankenwagen, welcher den Mann ins Krankenhaus brachte…

Als der Mann nach einer Weile aufwachte, war er sehr enttäuscht, da er merkte, dass er noch immer am Leben sei. Die Krankenschwestern verzweifelten, weil er stets das Essen verweigerte. Yukikos Eltern besuchten den jungen Mann täglich und schauten, ob es ihm besser ging. Eines Tages begann die Mutter ihm etwas zu fragen, als der Vater außerhalb des Krankenzimmers war. „Hat meine Tochter dir eigentlich jemals von ihrem Traum erzählt?“ „… Ihrem… Traum? … Nein… es gibt noch immer… so viel… was ich nicht von ihr weiß… oder sie nie gefragt habe… dabei wollte ich… doch noch so viel… mehr… von ihr wissen…“, antwortete der Mann, mit einer zitternden Stimme, etwas kraftlos. „Schau dir diesen Ordner einmal an. Das alles hat sie selbst entworfen.“, zeigte die Mutter dem Mann einen großen Ordner, wo einige Kleiderentwürfe zu sehen waren. Die Augen des Mannes wurden größer, als er dies sah. „Wow… wunderschön…“ „Oh ja… meine Tochter hatte schon immer ein großes Talent für solche Dinge. Jedoch war es ihr immer peinlich es anderen zu zeigen, weshalb nur ganz wenige davon wissen. Ich glaube nicht mal ihr Vater hat diese Entwürfe jemals zu Gesicht bekommen. Es gibt sogar noch ein, zwei weitere Ordner davon. Ich dachte mir… vielleicht hilft es dir ja, wenn du die Entwürfe siehst. Immerhin steckt ihr ganzes Herzblut in diesen Entwürfen.“ Plötzlich, richtete der Mann sich ruckartig auf, als hätte er einen Geistesblitz. „Ich habs! Das ist es!“, begann er mit neu gewonnener Kraft zu rufen. „Ich verstehe es jetzt! Den Grund… wieso ich noch immer am Leben bin! Das muss es sein! Ich habe noch eine letzte Aufgabe zu vollenden… Gut! Ich werde es tun! Ich werde ihren Traum Realität werden lassen!“, sprach er entschlossen und begann den bisher unangerührten Teller, vom Mittagessen, neben ihm zu greifen und das Essen in sich hineinzustopfen, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Mutter, sichtlich gerührt, konnte kaum glauben, dass er tatsächlich wieder was isst und sogar wieder neues Leben in ihm aufzukommen scheint. Sie verließ daraufhin schnell das Zimmer, um ihren Mann und eine der Krankenschwestern zuzurufen, dass der Mann tatsächlich wieder was isst!

Nur kurze Zeit später, verließ der Mann das Krankenhaus wieder und begann seinen Plan umzusetzen. Zu aller Erst ging er Yukikos Grab besuchen und erzählte ihr von seinem Plan. Er entschuldigte sich, dass er nichts von ihrem Traum wusste und versprach ihr, alles daran zu setzen, dass ihr Traum trotz allem wahr werden würde.  Anschließend begann er sich eine Möglichkeit auszudenken, wie er, die von seiner Geliebten Yukiko, entworfenen Kleider eigenhändig umsetzen und diese irgendwo ausstellen könnte. Die gesamte Stadt durchsuchte er, um einen geeigneten Platz zu finden, bis er schließlich einen Ladenbesitzer fand, den er dazu überreden konnte, zwei drei Sachen bei ihm ausstellen zu dürfen. Sehr schnell kamen die ersten Anfragen von Menschen, welche die  ausgestellten Sachen gerne, für viel Geld, kaufen würden. Soweit hatte der Mann jedoch gar nicht gedacht und wollte die Sachen eigentlich einfach nur ausstellen, ohne diese zu verkaufen. Doch als er die Angebote sah, begann er diese dann doch zu verkaufen, um sich von dem Geld eine kleine Halle zu mieten, wo er weitere Sachen ausstellen könnte. Yukiko… Dies war der Name den er seiner Ausstellung gab. Dies war sein erster Gedanke, als er sich einen Namen überlegte und wollte gar nicht erst nach weiteren Alternativen nachdenken.  Sehr schnell wurde die Yukiko Ausstellung zum Gespräch der Stadt. Sogar zum Gespräch des gesamten Landes! Von überall her begannen die Menschen heranzuströmen, um die Ausstellung zu sehen und einige Stücke in ihrem Besitz zu bringen. Selbst ein Fernsehsender fand Interesse und brachte eine kleine Reportage, die sogar Weltweit ausgestrahlt wurde. Nach bereits 3 Monaten, war die Ausstellung schon eine kleine Berühmtheit geworden und aller Welt kannte den Namen Yukiko. Der Mann war sehr überrascht, wie berühmt die von seiner Angebeteten entworfenen Entwürfe geworden sind. Genauso waren es auch die Eltern. Es war zwar allen klar, dass die Entwürfe wunderschön seien aber, dass sie so einschlagen würde, konnte keiner vorhersehen. Trotz all der vielen Arbeit, die aufgrund der Ausstellung anstand, versäumte es der Mann niemals, das Grab seiner Geliebten täglich zu besuchen und ihr von all den Dingen zu erzählen die passiert sind. Wie alle Welt ihre Ideen liebt und wie sie zu einer Berühmtheit wurde. Eines Tages jedoch endeten die Entwürfe… es wurde alles verkauft und er musste die Ausstellung schließen. Dies war der Moment, als er noch einen kleinen Entwurf fand… Dieser ist jedoch leider nie fertig geworden, sollte aber wohl alle vorherigen Entwürfe übertrumpfen und Yukikos absolutes Meisterwerk werden. Natürlich wäre es äußerst schwierig dies fertigzustellen und so umzusetzen, wie es auch erdacht war, doch der Mann wollte nicht aufgeben. Er wusste, wie wichtig dieser Entwurf für seine Geliebte gewesen sein muss, also setzte er sich dran und begann die Arbeit… Viele Wochen saß er tagtäglich dran und stellte einen Entwurf nach dem Anderen fertig. Jedoch war er mit keinem so wirklich zufrieden, da es nicht genug nach Yukikos Handschrift aussah. Seiner Meinung nach waren all diese Entwürfe, so gut sie auch aussahen, bedeutungslos, solange diese noch immer so aussahen, als kämen sie von ihm, anstelle von ihr. Tagtäglich erzählte er von seinen vielen Versuchen, als er das Grab weiterhin besuchte und versuchte zu erfühlen, wie sie es sich vorgestellt hat. Dann eines Tages gelang es ihm tatsächlich! Er stellte den Entwurf fertig und aufgeregt zeigte er diesen stolz Yukikos Eltern. Der Mutter begannen sofort die Tränen übers Gesicht zu laufen und sie sagte: „D-das… es… ist perfekt! … als würde meine geliebte Tochter… noch immer am Leben sein… und hätte dies selber angefertigt!“ Selbst der Vater konnte nicht mehr länger seine Tränen verbergen. „Du… hast es geschafft, mein Junge… Ich danke dir.“ Stolz und voller Freude dieses Werk tatsächlich vollbracht zu haben, begann der Mann zum Grab zu laufen um der wichtigsten Person ebenfalls diesen Entwurf zu zeigen.  Er hoffte und betete so sehr, dass sie dies sehen würde und sich darüber freuen würde. Kurz darauf begann er sofort mit der Arbeit, um den letzten Entwurf umzusetzen und gerade einmal 2 Wochen später lud er zu Yukikos letzter großen Ausstellung ein! In dieser gab es jedoch nur dieses eine Meisterwerk zu sehen. Die Menschen strömten von überall her und boten die verrücktesten Summen dafür an. Der Mann lehnte jedoch alles ab und sagte, dass es unverkäuflich sei, da es das letzte aller Werke sei und er möchte, dass dieses lieber irgendwo für immer ausgestellt wird, damit es jeder für alle Ewigkeit bestaunen kann. So geschah es auch…

Hinterher fragte der Vater dem Mann: „Nun Sohn. Was hast du als nächstes vor, jetzt nachdem du ihren Traum erfüllt hast?“ „Meinen Weg zurück in Yukikos Arme finden…“, antwortete der Mann daraufhin…

Eine kurze Zeit später wurde der Mann krank und erlitt einen schweren Herzinfarkt. Ein Arzt untersuchte ihm und sagte, dass sein Herz immer schwächer werden würde und wenn es so weitergeht, er nur noch wenige Tage zu leben hätte. Man müsste einige Medikamente ausprobieren und ihn weiter beobachten, ob diese anschlagen.  Als der Mann dies hörte, lehnte er sofort ab. Der Arzt versuchte ihn umzustimmen, doch blieb dann plötzlich stumm, nachdem der Mann ihm fragte: „Warum wollen Sie mich weiter leiden lassen?“ Der Mann führte daraufhin fort: „Ich habe mein Leben immer gehasst und verachtet… Bis zu dem Tage an dem ich meine Yukiko traf… Doch dann wurde sie mir genommen und es wurde nur noch schmerzvoller am Leben zu sein… Nun habe ich endlich alles erledigt, was ich in diesem Leben zu verrichten hatte und mein Körper sagt, dass es endlich soweit sei und ich endlich sterben dürfe. Warum wollen Sie mir dies noch immer verwehren? Warum wollen Sie mich weiterhin leiden lassen?“ Der Arzt wusste darauf keine Antwort und sagte schließlich: „Na gut. Aber ich verordne Ihnen zumindest strenge Bettruhe an! Damit das Ganze so schmerzlos wie möglich vonstattengehen kann!“ Doch auch dies lehnte der Mann ab. „Es tut mir Leid aber das geht nicht.“, begann er sich schmerzerfüllt aufzurichten. „Ich habe heute ihr Grab noch nicht besucht. Ich werde also jetzt los müssen, bevor ich es heute nicht mehr schaffe.“ „Sie können unmöglich jetzt soweit laufen! Sie sind sterbenskrank! Niemand kann von Ihnen verlangen in dem Zustand das Grab zu besuchen!“ „Es spielt keine Rolle, wie mein eigener Zustand ist. Ich habe ihr versprochen, bis zu meinem Lebensende mit ihr zusammen zu sein und dieses Versprechen werde ich auch halten. Koste es was es wolle.“ So begann der Mann langsam und wackelig loszugehen. Als der Arzt die Entschlossenheit sah, willigte er widerwillig ein und seufzte. „Na gut… Wenn ich Sie eh nicht aufhalten kann, dann lassen Sie mich Ihnen zumindest einen Rollstuhl organisieren, damit Sie sich nicht zu viel zumuten!“, sprach der Arzt und begann sofort einen Rollstuhl zu holen, während der Mann sich noch dafür bedankte.

3 weitere Tage, fuhr der Mann täglich, mit dem Rollstuhl, zum Grab. Weder Wind noch Wetter konnten ihm davon abhalten. Am Vierten Tage, war es, als ob er spüren würde, dass sein Ende nun gekommen sei. Er fuhr erneut zum Grab, stand unter größten Anstrengungen von seinem Rollstuhl auf, ging auf das Grab zu und legte sich lächelnd dazu…

Kurioserweise begann es an diesem Tag noch einmal kräftig zu schneien, obwohl es kein Winter war. Als würde Yukiko ihren Geliebten mit einer weißen Decke aus Schnee zur Ruhe betten…

Dies war der Tag, an dem der Mann verstarb. Später fanden Yukikos Eltern ihn dort tot, unter einer weißen Schneedecke liegend, auf und sorgten dafür, dass er das Grab mit seiner Geliebten Yukiko teilen könnte. Bei der Beerdigung, wurden die beiden gefragt, warum sie nicht weinen würden und es viel mehr so scheint, als würden sie lächeln und erleichtert sein. Daraufhin antworteten sie: „Sein ganzes Leben lang wollte er sterben. Dann traf er unsere Tochter, unsere geliebte Yukiko und fand endlich das, was er all die Jahre so vergeblich gesucht hatte… Einen Sinn… Den Grund warum er lebte. Doch dann… starb sie… Und so verlor er alles wieder… Doch nun, nachdem er so gelitten hat, solche Schmerzen erdulden musste und dennoch großes vollbracht hat, darf er nun endlich wieder bei ihr, wieder da sein, wo er hingehört. Wir werden ihn natürlich sehr vermissen aber… wie sollten wir in dem Wissen traurig sein, dass wo auch immer die Beiden nun sind, sie endlich wieder zusammen sein können? Wie könnten wir Tränen vergießen, wenn wir genau wissen, dass wo auch immer sie jetzt sind, sie glücklich sind? Eines Tages werden auch wir sie wiedersehen, da sind wir von überzeugt, doch bis dahin, haben wir hier noch unsere gemeinsame Zeit zu genießen. Denn wenn dieser Mann uns eines gelehrt hat, dann was wahre Liebe wirklich und wahrhaftig bedeutet.“

 

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