Glück – Realität oder Illusion?

Gesellschaft unter anderen Menschen… Einige behaupten, sie finden darunter ihr Glück.

Zurückgezogen in Einsamkeit… Einige behaupten, sie finden darunter ihr Glück.

Doch was ist Glück? Was bedeutet es glücklich zu sein? Existiert dieses „Glück“ überhaupt? Oder ist es letzten Endes nichts weitere als eine Illusion? Oder gar eine Art „Flucht“? … Flucht in einen geschützten Raum, eine geschützte Zone… Flucht vor der kalten grausamen Realität?

Jedes Leben wird geboren… Was ist der Sinn dahinter?

Der SinnSterben

Warum?

Nur durch Tod entsteht Leben. Nur durch Zerstörung kann etwas neues entstehen. Wir leben, um eines Tages zu sterben, unsere Energien an die Erde, die Natur zurückzugeben, damit durch diese Energie neues Leben entstehen kann. Sei es eine Pflanze… Ein Baum… Eine Blume… Oder gar ein Tier… Vielleicht auch ein Tier namens Mensch… Dies ist der ewige Kreislauf des Leben. Geburt – Sterben – neues Leben – erneutes Sterben – immer wieder – und wieder – und wieder

Man stelle sich das Ganze vor, wie eine Art Gemälde. Ein Maler schnappt sich seine Leinwand, nutzt seine Energie, verwandelt diese in Bewegung, um den Pinsel zu führen. Die Farbe auf der kargen weißen Leinwand zu platzieren. Es entsteht etwas… „Leben“ entsteht auf einer Wand von „Nichts„… Es wächst und gedeiht durch weitere Pinselstriche… immer mehr Farbe und mehr Pinselstriche erweitern das Bildnis bis…  es vollendet ist. Doch was dann? Auf dieser Wand des Nichts kann kein weiteres Gemälde entstehen. Der Platz ist verbraucht. Also was tun, wenn der Maler etwas Neues auf genau dieser einen Leinwand erschaffen will? … Zerstörung – Tod...  Es beginnt eine Auslöschung, eine Ausradierung des Bestehendem. Erst wenn das bereits vollendete Gemälde ausgelöscht wird – stirbt – kann ein neues Gemälde entstehen.

Irgendwo erinnert dies schon an einer Art von „Wiedergeburt“. Verbrauchte Energien werden erneut aufgenommen, um erneut etwas zu erschaffen, Leben gedeihen zu lassen.

Wo ist der Sinn dieses ewigem Kreises des Lebens? Wozu das Ganze? 

GlückWas ist Glück

Kann etwas so fast schon absurdes wie „Glück“ in so einem kuriosen Konstrukt überhaupt existieren? Müsste nicht eben auch dieses Glück in so einem wirren Konstrukt erst sterben, damit neues Glück entstehen kann? Aber wenn ja… kann man dieses Glück überhaupt noch als solches bezeichnen? Kann man glücklich sein, wenn man vorheriges Glück zerstören musste? Immerhin stirbt das aktuelle Glück ja dann ebenfalls irgendwann, damit neues Glück entstehen kann…. Oder ist Glück unberührt vom Grundgerüst des Lebens? Und falls ja… wieso? … Wie kann das sein? … Ist sowas möglich?

Essen… Trinken… Schlafen… sich entleeren… Diese vier Dinge sind die Grundlagen eines jeden Lebens. Grundlagen, die immer wieder und wieder und wieder erfüllt werden müssen, damit Leben leben kann. Es sind jetzt keine Dinge, von denen man jemals hören würde „Oh das ist mein Lebenstraum! Das macht mich so glücklich mehrmals am Tag mein Geschäft zu erledigen!

Im Allgemeinen kann man also wohl davon sprechen, dass das Grundprinzip vom „Leben“ keinen Spaß macht.

Der Spaß entstand erst durch Erfindungen. Spiele… Sprache… Zeichnen… Musik… oder ganz simpel… die verschiedensten Kreationen bei der Nahrung oder beim Trinken, die aus diesem eigentlich spaßlosen Grundbedürfnissen, spaßige Erlebnisse herauskitzeln.

Egal wie man es dreht und wendet… Die Dinge, von denen behauptet wird, dass das Leben Spaß machen würde, sind rein erfunden. Die gab es ursprünglich nicht. Nicht in dieser spaßigen Form zumindest. Doch warum wurden diese Dinge erfunden? … Vielleicht um eine Illusion zu erschaffen? … Eine Illusion von „Glück“? … Oder zu flüchten? … Zu flüchten vor der grauen erbarmungslosen Realität? … Demnach… ist „Glück“ nicht auch nur erfunden? Eine Illusion? Eine Art Flucht?

Wenn ich über das Leben nachdenke… stelle ich mir das Ganze manchmal wie das Spiel „Gothic 1“ vor. (Anm.: Gothic ist eine Videspielereihe vom deutschen Entwicklerstudio „Piranha Bytes“ und siedelt sich mit einem mittelalterlichen Fantasy Setting im Genre „RPG“ bzw“Role Playing Game“ ein.)

In Gothic 1 werden Kriminelle gepackt und in das Minental geworfen. Das Minental ist ein Ort, aus dem es kein Entkommen gibt, da es von einer magischen Barriere umgeben ist, wodurch niemand hinaus kommt. Also ähnlich wie die Geburt… Man wird gepackt und einfach ins Leben hineingeworfen, aus dem es so schnell kein Entrinnen gibt. Es gibt keinen Weg zurück. Man ist gefangen.

In Gothic 1 findet man sich also im Minental wieder… ein grauer, dreckiger und grausamer Ort voller Gefahren. Niemand will dort ewig verweilen. Jeder wünscht sich eine schnellen Weg wieder hinaus, während jeder Tag für Tag ums Überleben kämpft. Ähnlich wie im Leben… Ein grauer, dreckiger und grausamer Ort voller Gefahren… Sei es Krankheiten, wilde Tiere oder das Schlimmste aller Gefahren – Der Mensch. Ein täglicher Kampf ums überleben. Auch wenn es nicht immer wie in einem Spiel mit Schwert und Schild vonstatten geht und sich die Waffen von Zeit zu Zeit verändert… heutzutage nennt man diese gefährliche Waffe z.B. „Geld„.

Nun kommen wir zur letzten Etappe… Dem Entkommen. Hier unterscheidet sich Gothic 1 von der Realität. Das Schöne an Videospielen ist… Happy Ends sind leicht erschwinglich. Zum Schluss steigt man zum großen Helden auf, befreit alle von ihrem Leid und es fallen die bunten Kirschblüten und Rosenblättern vom Himmel, im jubelnden Tanz des Himmels… wie. auch. immer.

In der Realität läuft es allerdings etwas anders. Dort stirbt man einfach am Ende und entkommt auf diese Art dem „Minental“ namens „Leben„. Doch niemand weiß was einem dort erwartet. Nichts? Ein ewiger Schlaf? Eine andere Welt? Oder tatsächlich eine Wiedergeburt unter Verlust der Erinnerungen? … Keiner weiß es, außer die Toten. Und mit diesen können wir leider nicht kommunizieren.

Alles was wir im Leben tun, ist ähnlich wie was wir in einem Spiel wie „Gothic 1“ im Minental tun. „Ablenken„… wir lenken uns ab… schlagen die Zeit tot, versuchen soviel spannendes und interessantes mitzunehmen, bis wir das Ziel erreichen und der Grausamkeit entfliehen können.

„Glück“…

Können Tätigkeiten, die rein erfunden sind und für nichts weiter gut sind, als Zeit totzuschlagen und sich abzulenken, Glück bringen? Können solche Tätigkeiten glücklich machen? Falls nein, wie soll Glück dann überhaupt existieren? Und falls ja, ist dieses Glück dann nicht ebenfalls nur eine Illusion, ein „Zeit totschlagen“ oder einfach nur eine „Ablenkung“?

Glück…

Leben…

Tod…

Der Kreislauf des Lebens…

Wahrscheinlich wird es niemals eine wirklich Antwort auf all diese Fragen geben. Das menschliche Gehirn ist einfach nicht intelligent genug um solche Dimensionen zu erkennen. Das menschliche Gehirn hat ja schon Probleme „bodenständigere“ Dinge zu verstehen oder gar… zu sehen oder zu hören.

Dies ist daher auch kein Versuch irgendeine dieser Fragen zu beantworten oder gar ein „richtig“ oder „falsch“ zu urteilen. Es dient lediglich dazu Denkanstöße zu geben. Blickwinkel aufzuzeigen, aus denen man Dinge normalerweise nie betrachten würde.

Horizonte können sich erweitern, sobald diese von neuen Blickwinkeln aus betrachtet werden.

Glück – Realität oder Illusion?

Eine Sortierung der Gedanken…

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